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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Rechenzentrum CAU Kiel

Probleme beim Drucken

Fast alle Drucker des Rechenzentrums nutzen PostScript als Datenformat (siehe auch Drucker und Queues im Rechenzentrum).

Probleme beim Drucken lassen sich deshalb im wesentlichen in folgende Gruppen einordnen:

  • Symptom: Der Druckauftrag kommt nicht beim Print-Server an.
    Der Druckauftrag ist vom Rechner am Arbeitsplatz korrekt abgeschickt worden, erscheint aber nicht in der gewünschten Queue auf dem Print-Server des Rechenzentrums.
    Diagnose: Druckaufträge, für die keine Berechtigung zum Drucken vorliegt, werden zwar vom Print-Server entgegen genommen, jedoch nicht in die gewünschte Queue eingereiht.
    Abhilfe: Zu überprüfen sind das verwendete Nutzerkennzeichen, die TCP/IP-Konfiguration des Rechners am Arbeitsplatz und ggf. der Eintrag des Rechners im Name-Service (DNS).
  • Symptom: Der Druckauftrag kommt unerledigt zurück.
    In den meisten Fällen hat der Operateur die Bemerkung notiert, daß der Druckauftrag Letter-Papier angefordert hat.
    Diagnose: Die im Rechenzentrum eingesetzten Drucker überprüfen das im PostScript-File angeforderte Papierformat mit den im Drucker eingelegten Papiergrößen. Bei Abweichungen kann der Druckauftrag nicht ausgeführt werden.
    Abhilfe: Das zu druckende File muß mit korrektem Papierformat neu erstellt werden. Dazu sind der Druckertreiber und die Vorlagengröße anzupassen. Falls das PostScript-File nicht neu erstellt werden kann, hilft das Bereinigen von PostScript-Files.
  • Symptom: Der Drucker erzeugt keinerlei Ausgabe.
    Diagnose: Bei allen PostScript-Druckern des Rechenzentrums - mit Ausnahme der Poster-Drucker - ist ein sogenannter Error-Handler aktiviert, der bei fehlerhaften PostScript-Files ein Fehlerprotokoll ausdruckt.
    Wird ein solches Protokoll nicht erzeugt, so ist wahrscheinlich das PostScript-File unvollständig. Gründe dafür können sein:
    • Beim Drucken unter Unix wurde bei einem File, das größer als 1 MByte ist, beim Drucken mit Hilfe des lpr-Kommandos die Option -s vergessen.
      Abhilfe: Verwenden der Option -s.
    • Beim Drucken unter Windows 95/98/ME mit Hilfe von PMLPR ist bei einem sehr großen File ein Fehler aufgetreten.
      Abhilfe: PMLPR enthält einen nicht behebbaren Fehler. Abhilfe schaffen das Drucken im WWW oder Drucken mit ZIP-Files.
    • Bei dem verwendeten PostScript-File handelt es sich um ein EPS-File, das nicht mit Hilfe eines Druckertreibers, sondern über die Export-Funktion eines Anwendungsprogramms erzeugt worden ist. Diese PostScript-Variante muß nicht den für das Drucken erforderlichen Aufruf des PostScript-Kommandos showpage enthalten. Abhilfe: Erzeugen eines druckbaren PostScript-Files.
    • Das Poster wurde mit dem Programm Xfig erstellt und enthält importierte PostScript-Graphiken anstelle von EPS-Graphiken.
      Abhilfe: Siehe Poster mit Xfig.
  • Symptom: Der Drucker erzeugt eine Fehlermeldung.
    Denkbare Ursachen sind:
    • Diagnose: Anstelle eines PostScript-Files wurde ein File in einem anderen Datenformat, z. B. im HP LaserJet-Format PCL erzeugt. Ein falsch gewählter Druckertreiber ist der typische Grund. PostScript-Files beginnen fast immer mit der Zeichenfolge ``%!'', PCL-Files mit der Zeichenfolge ``<ESC>E''.
      Abhilfe: Installation eines geeigneten PostScript-Druckertreibers.
    • Diagnose: Das PostScript-File enthält binäre Informationen und wurde deshalb nicht korrekt zum Drucker übertragen. Meistens ist ein fehlerhaft konfigurierter Druckertreiber der Grund.
      Abhilfe: Der Druckertreiber muß auf das Datenformat ASCII eingestellt werden.
    • Diagnose: Das PostScript-File enthält ein störendes zusätzliches Zeichen CTRL-T.
      Abhilfe: Im Druckertreiber unter Windows 95/98/ME muß die ``bidirektionale Unterstützung'' deaktiviert werden.
    • Diagnose: Das PostScript-File ist zu komplex. Soll beispielsweise ein sehr großer Polygonzug mit mehreren Hundert Datenpunkten ausgegeben werden, so kann sich dabei der interne Arbeitsspeicher des Druckers erschöpfen.
      Abhilfe: Es ist eine sinnvolle Reduktion der Daten oder eine Aufteilung der Polygonzüge erforderlich.
    • Diagnose: Das Postcript-File enthält zu viele Font-Definitionen. Auch in diesem Fall kann sich der interne Arbeitsspeicher des Druckers erschöpfen.
      Abhilfe: Ist das PostScript-File aus einem PDF-File erzeugt worden, so kann das Problem beim Drucken von mehrseitigen PDF-Files behandelt werden.
    • Diagnose: Das PostScript-File ist fehlerhaft.
      Es kommt immer wieder zu Konflikten beim Zusammenwirken der beteiligten Komponenten (Anwendungsprogramm, Betriebssystem und Druckertreiber).
      Abhilfe: Eine Änderung in der zu erstellenden Graphik kann zu einer Änderung des Fehlerverhaltens führen.
      Hinweise zu Inkompatibilitäten enthalten die README-Files der Druckertreiber.
  • Symptom: Das Druckergebnis ist schwarz-weiß anstelle von farbig.
    Denkbare Ursachen sind:
    • Diagnose: Es wurde ein nicht farbfähiger PostScript-Druckertreiber verwendet.
      Es gehört zu den Aufgaben eines Anwendungs-Programms, zu prüfen, ob der Druckertreiber für einen Farbdrucker bestimmt ist. Findet die Prüfung nicht statt, so können - eigentlich ungewollt - mit einem Schwarz-Weiß-Druckertreiber farbige Ausgaben erzeugt werden. Beispielsweise findet beim Netscape Navigator die Überprüfung nur bei der Ausgabe von Rasterbildern statt, nicht jedoch bei Texten.
      Abhilfe: Empfohlen wird die Installation eines anderen PostScript-Treibers mit einem farbfähigen PPD-File.
    • Diagnose: Im Programm Microsoft PowerPoint unter Windows oder MacOS wurde irrtümlich die Druck-Option Nur Schwarz-Weiß-Ausgabe aktiviert.
      Abhilfe: Deaktivieren der Druck-Option Nur Schwarz-Weiß-Ausgabe.
  • Symptom: Das Druckergebnis entspricht nicht den eigenen Vorstellungen.
    Häufige Probleme sind:
    • Ein Poster hat nur die Papiergröße DIN/ISO A4.
      • Diagnose: Im Programm Microsoft PowerPoint unter Windows oder MacOS wurde die Option An Seitengröße anpassen nicht aktiviert.
        Abhilfe: Aktivieren der Druck-Option An Seitengröße anpassen.
      • Diagnose: Sonst tritt dieser Fehler bei Windows-Anwendungen auf, wenn die Regel verletzt worden ist, daß das Papierformat im Druckertreiber und im Anwendungsprogramm gleich eingestellt werden muß.
        Abhilfe: Einstellen des gewünschten Papierfomats sowohl im Druckertreiber als auch im Anwendungsprogramm.
    • Bei Verwendung eines selbst-definierten Papierformats - was insbesondere bei überlangen Poster erforderlich ist - ist die Ausgabe gedreht.
      Diagnose: Ursache dafür ist ein Problem beim Ausdrucken mit benutzer-definierten Papierformaten.
    • Auf dem Ausdruck erscheinen Farbabweichungen im Vergleich zum Entwurf am Monitor.
      Diagnose: Eine Farbgetreue Druckausgabe ist nur mit entsprechendem Aufwand zu erreichen.

Die vorstehende Liste ist beliebig erweiterbar. Der Preview von PostScript-Files ist in allen Fällen ein gutes Mittel zur Diagnose von Fehlern.
Das Programm Acrobat Distiller, das PostScript-Files nach PDF konvertiert, kann ebenfalls zur Diagnose von PostScript-Files benutzt werden.
In komplexen Fällen kann das Bereinigen von PostScript-Files helfen.

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