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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Rechenzentrum CAU Kiel

PostScript

PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache. Programme in dieser Sprache beschreiben textuelle und graphische Inhalte. Dabei stellen die Texte nur eine Variante von Graphik dar, sodaß die Integration (Kombination) von Text und Graphik problemlos ist.

PostScript-Files werden i.a. nicht durch einen Programmierer formuliert, sondern durch einen Druckertreiber einer Text- oder Graphik-Anwendung erzeugt. Je nach Komplexität des Treibers sind die Files mehr oder weniger gut lesbar.

Die Inhalte der PostScript-Files sind weitgehend geräteunabhängig.

PostScript-Files können durch zusätzliche Kommentare (beginnend mit zwei %-Zeichen) ergänzt werden, um die Files zu strukturieren und um die Interpreter mit weiteren Informationen zu versorgen (DSC = Document Structuring Conventions).

PostScript-Files haben zwei Anwendungsbereiche:

 

  1. Sie dienen einerseits zum Transfer von Informationen zwischen Programmen (Text- und Graphik-Anwendungen) und Geräten (Druckern, Displays). Dazu muß das Gerät mit einem speziellen Programm zur Analyse der PostScript-Files (PostScript-Interpreter) ausgestattet sein. Die Ausgabe der interpretierten Informationen auf dem Ausgabemedium (Papier, Bildschirm) erfolgt allerdings erst dann, wenn im PostScript-File ein showpage-Kommando gefunden wird. Fehlt das Kommando, so bleibt das Ausgabemedium leer.

     

  2. PostScript-Files dienen andererseits zum Transfer von Informationen zwischen Programmen. Damit hat PostScript auch vielfach die Aufgaben der klassischen graphischen Metafiles (CGM, GKSM) übernommen. Das im vorstehenden Absatz zitierte showpage-Kommando sollte in einem solchen File nicht vorkommen. Stattdessen werden meistens zusätzliche Informationen in Form von DSC-Kommentaren eingestreut. Man spricht in diesem Fall von Encapsulated PostScript Files, abgekürzt EPS-Files.

    Bei einigen wenigen Programmen ist eine nachträgliche Korrektur der BoundingBox bei EPS-Files erforderlich.

 

Die Sprache PostScript wurde von der Fa Adobe entwickelt. Die ursprüngliche Sprachversion (Level 1) wurde 1990 durch eine neuere Version (Level 2) ersetzt. Darin sind u.a. bessere Farbmöglichkeiten definiert.  Eine Einführung in die zusätzlichen Möglichkeiten enthält der Bericht über die Adobe PostScript Technologies).

Die visuelle Kontrolle von PostScript-Files vor dem Ausdrucken kann mit Hilfe eines Preview-Programms erfolgen. Das Programm GhostScript beispielsweise steht für viele Betriebssysteme kostenlos zur Verfügung. Weitere Einzelheiten enthalten die Information zum Thema Preview von PostScript-Files.

Die oben zitierten Document Structuring Conventions erlauben es, mit Hilfe spezieller Tools PostScript-Files zu bearbeiten, ohne die Text- und Bildinhalte zu interpretieren. So ist z.B. möglich, einzelne Seiten anzusprechen, zu extrahieren oder die Reihenfolge der Seiten zu invertieren.

Weitere Informationen bieten an:

Document Actions