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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Rechenzentrum CAU Kiel

Preview von PostScript-Files

Der Versuch, PostScript-Files zu drucken oder zur Diabelichtung einzusetzen, führt bisweilen zu unbefriedigendem oder keinem Erfolg, weil die PostScript-Files fehlerhaft sind.

Ursache der Fehler ist meistens eine falsche Parametrisierung der PostScript-Treiber, insbesondere unter MS-Windows (siehe auch Probleme beim Drucken).

Bevor ein Auftrag zum Drucken oder Belichten erteilt wird, sollte deshalb das entsprechende PostScript-File auf dem Monitor des eigenen Rechners überprüft werden.

Dafür stehen für die verschiedenen Betriebssysteme die folgenden PostScript-Interpreter zur Verfügung:

  • Sun-Workstations des Rechenzentrums mit SUN Solaris (rzglab01): ghostscript, pageview, imagetool
  • SGI-Workstations des Rechenzentrums (rzglab10): ghostscript, xpsview  
  • Windows: ghostscript (gswin32)
  • MacOS: MacGhostView

Das maximale Papierformat beträgt bei

  • ghostscript: DIN/ISO A0 bzw archE
  • pageview: DIN/ISO A3
  • imagetool: DIN/ISO A3
  • xpsview: US ANSI E1

 

Einzelheiten zu den verschiedenen Programmen:

 

  • ghostscript:
    ghostscript wird gestartet durch gs options filenames.

    Unter X-Window wird neben dem Dialogfenster ein zusätzliches Fenster für die Darstellung geöffnet.

    Dabei entspricht das auf dem Monitor dargestellte Fenster dem Papierformat Letter oder DIN/ISO A4 entsprechend der Vorgabe im Parameter-File gs_init.ps. Mit Hilfe der Option -sPAPERSIZE=format kann ein spezielles Papierformat auf die Fläche des Monitors projiziert werden. Als Formatbezeichnung werden z.B. akzeptiert a4, ...,a0 und archA, ...,archE. Man beachte dabei die Groß-/Kleinschreibung. Voraussetzung für die Nutzung dieser Option ist eine Programmversion 3.xx .

    Beispiel:
    Das File hugo.ps kann im Format DIN/ISO A0 betrachtet werden mit Hilfe des Kommandos gs -sPAPERSIZE=a0 hugo.ps.

    Man prüfe, ob die Darstellung auf dem Monitor in der gewünschten Weise präsentiert wird. Nach dem Aufbau eines Bildes sollte im Dialogfenster die Zeile <showpage>, hit return to continue. erscheinen. Dadurch wird angezeigt, daß beim Interpretieren des PostScript-Files das PostScript-Kommando showpage erreicht worden ist.

    Dieses Kommando bewirkt beim Drucken bzw. beim Belichten die Übergabe des berechneten Rasterbilds an das Druckwerk bzw. die Kamera. Enthält ein File mehrere Seiten, so muß es auch eine entsprechende Anzahl von Aufrufen von showpage enthalten. Solche Aufrufe müssen allerdings nicht explizit im PostScript-File zu finden sein; sie können vielmehr in anderen Kommandos enthalten sein. Der Versuch, mit einem Texteditor die Anzahl der showpage-Kommando zu überprüfen, ist also i.a. nicht sinnvoll. ghostscript zeigt jedoch jeweils die Ausführung eines showpage-Kommandos an. Enthält ein PostScript-File dagegen kein einziges showpage-Kommando, wie es bei Encapsulated PostScript-Files üblich ist, so wird es keine Ausgabe auf dem Drucker bzw. dem Diabelichter geben. Ergänzend zu ghostscript, das von der Kommandozeile des Betriebssystems gestartet wird, gibt es Utilities, die ghostscript bzw gswin oder gswin32 aus einer Window-orientierten Umgebung starten. Die Utilities heißen ghostview (gv) bzw. gsview oder gsview32.

  • Sofern ein File den Document Structuring Conventions für PostScript genügt, ist es bei diesen Zusatzprogrammen möglich, einzelne Seiten gezielt darstellen zu lassen. Ebenso ist es möglich, ein spezielles Papierformat auf die Fläche des Monitors projizieren zu lassen.

  • pageview:
    Das Programm pageview steht standardmäßig unter Solaris zur Verfügung. Es wird entweder explizit von der Kommandozeile gestartet oder unter SunOS implizit durch den Filemanager, wenn ein File als PostScript-File identifiziert worden ist (was durch ein gelbes Symbol dargestellt wird) und die Interpretation des Files durch zweimaliges Anklicken aktiviert wird.
    pageview setzt in der SunOS-Version einen X11/NeWS-Server für das aktuelle Display voraus, in der Solaris-Version einen Display-PostScript-Interpreter.

  • imagetool:
    Das Programm imagetool steht standardmäßig unter Solaris zur Verfügung. Es wird entweder explizit von der Kommandozeile gestartet oder implizit durch den Filemanager, wenn ein File als PostScript-File identifiziert worden ist (was durch ein gelbes Symbol dargestellt wird) und die Interpretation des Files durch zweimaliges Anklicken aktiviert wird.
    imagetool setzt einen Display-PostScript-Interpreter für das aktuelle Display voraus.
    imagetool ist in der Lage, auch GIF-, JPEG- und TIFF-Files zu interpretieren. Einzelne Seiten können als EPS-, GIF-, JPEG-, PostScript-, SunRaster- oder TIFF-File gespeichert werden, womit eine Format-Konvertierung verbunden ist.

  • xpsview:
    Das Program xpsview ist ein Produkt der Fa. Adobe. Es steht standardmäßig unter SiliconGraphics IRIX zur Verfügung.
    Es wird entweder explizit von der Kommandozeile gestartet oder implizit durch den Filemanager, wenn ein File als PostScript-File identifiziert worden ist (was durch ein Symbol mit der Beschriftung PS dargestellt wird) und die Interpretation des Files durch zweimaliges Anklicken aktiviert wird.
    xpsview setzt einen Display-PostScript-Interpreter für das aktuelle Display voraus.
    Das auf dem Monitor dargestellte Fenster entspricht dem Papierformat Letter. Mit Hilfe der Option -ps format kann ein spezielles Papierformat auf die Fläche des Monitors projiziert werden. Als Formatbezeichnung werden z.B. akzeptiert a0, ...,a10 und A, ..., E1, wobei es sich um US ANSI-Formate handelt.

Weitere Informationen zu den Unix-Versionen enthalten die entsprechenden Manual-Pages.

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