Unterstützung des Rechenzentrums für die Nutzung von Videokonferenzen

Ansprechpartner:
Stefan Gretzbach
Das Rechenzentrum hat im Rahmen mehrerer Projekte eine IT - Infrastruktur aufgebaut, die es allen Nutzern innerhalb der Universität gestattet, an Videokonferenzen teilzunehmen. Dieses bezieht sich einerseits darauf, daß die hierfür notwendigen Geräte bereitgehalten werden, und andererseits darauf, daß die netzwerktechnischen Voraussetzungen geschaffen wurden.
Punkt zu Punkt-Videokonferenzen vom Schreibtisch bzw. von Institutsräumen aus
Falls jemand von einem Rechner innerhalb des Instituts an einer Videokonferenz teilnehmen möchte, so muß dieser Rechner mit entsprechender Hardware für Audio- und Video-Übertragung ausgestattet sein. Ivisit, CU-SeeMe oder Skype ist nicht für Konferenzen geeignet.
Die Netmeeting-Software von Microsoft und xmeeting für mac Rechner ist auch nicht mehr zu nutzen. PVX, Telepresence und andere Software Produkte kann man gut für einen Einzelplatz verwenden, sind aber mit Kosten verbunden.
Zur einfachen Übertragung von z.B. Powerpoint Präsentationen wird üblicherweise der Standard H.239, VNC oder netviewing benutzt.
Mehrpunkt-Videokonferenzen über den RZ Gatekeeper und den DFN-VC Dienst
Das Rechenzentrum der CAU unterhält einen Gatekeeper, der direkt über das TCP/IP Netz mit einem Gatekeeper des DFN Vereins verbunden ist. Dieser Country-Gatekeeper ist wiederum über einen World-Gatekeeper in einem weltweiten Gatekeeper Verbund vernetzt. Es können so über dieses Netzwerk weltweit Punkt zu Punkt oder auch Mehrpunkt-Videokonferenzen durchgeführt werden.
Videokonferenznutzer auf dem Campus der CAU können sich am RZ Gatekeeper eintragen lassen und erhalten dann einen Alias-Namen für ihr Endgerät (PC,Videokonferenzsystem).
Für Konferenznutzer ohne eigenen Gatekeeper besteht die Möglichkeit, sich direkt am DFN-Gatekeeper anzumelden. Dieses ist aber kostenpflichtig.
Der DFN-Verein stellt zwei Videokonferenz-Dienste zur Verfügung. Das ist zum einen die Nutzung der DFN-MCU (Multipoint Control Unit) für Mehrpunktkonferenzen und zum anderen die Nutzung des ISDN-Gateways, welches die Anbindung vom ISDN Netz zum TCP/IP Netz herstellt. So ein Gateway gibt es bereits auch an der CAU. Zu einigen Zeiten kann es durch die unterschiedliche Belastung des Internets zu Bild- und, was viel schlimmer ist, zu Tonausfällen kommen. Im ISDN Netz wird eine Bandbreite garantiert.

Abb. 1: Videokonferenz-Verbindung zwischen einer direkten Nutzung des DFN-Gatekeepers und der CAU-H.323 Zone
Unter folgender Adresse lassen sich Konferenz IDs erzeugen um jederzeit Konferenzen mit mehr als zwei Teilnehmern durchführen zu können.
https://www.vc.dfn.de/konferenzen/start/

Abb.2: DasVideokonferenzstartportal des DFN-Vereins
Es stehen dabei verschiedene Konferenztypen, Bandbreiten und Videolayouts entsprechend der Teilnehmerzahl zur Auswahl.
Die erzeugte Konferenz ID ist von allen Teilnehmern aufzurufen oder aber ein Initiator lädt die anderen Teilnehmer zu einer gemeinsamen Konferenz ein.

Abb. 3: Konferenz mit zwei Teilnehmern aus Japan und zwei aus Deutschland
Der DFN-Verein bietet zusätzlich das Webconferencing-Tool Adobe® Connect™ an, was primär die Zusammenarbeit der Teilnehmer anspricht. Auf einer Web-Oberfläche kann ein Austausch und die Bearbeitung von Daten, Schriftstücken etc. stattfinden. Die Live-Bilder der Teilnehmer sind eher sekundär.
Das Rechenzentrum als Stützpunkt für Videokonferenztechnik
Die apparative Ausstattung umfaßt im wesentlichen die folgenden Komponenten:
- 1 Polycom HDX 9002 für Videokonferenzen in HD Qualität mit zwei 46" Bildschirmen. (großer Konferenzraum, - 25 Personen)
- 1 LifeSize Express 220 für Videokonferenzen in HD Qualität mit einem 47" Bildschirm. (kleiner Konferenzraum, 2 - 6 Personen)
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- 1 Polycom Viewstation mit automatischer Sprachverfolgung, Autofocus, Mikrofone mit Echounterdrückung etc., die zusammen mit einem Fernseher auch schon ein Konferenzsystem darstellen.(Bild s. o.)
- 1 Videokamera z.B. als zusätzliche Kamera für das Tafelbild oder für die Aufnahme der Konferenz zur späteren Wiedergabe mit einem Videorecorder.
- 2 Beamer zur vergrößerten Darstellung der Bilder.
- 1 Dokumentenkamera, die zur Übertragung von Dias, Schriftstücken etc. dient.

Das Rechenzentrum stellt nach vorheriger Absprache einen Raum für bis zu 25 Personen zur Verfügung, in dem die oben erwähnten Komponenten zur unmittelbaren Nutzung bereitgestellt werden. In besonderen Fällen können die Komponenten auch in Vortragsräumen innerhalb der Einrichtungen tageweise installiert werden, da bei der Beschaffung dieser Geräte darauf geachtet wurde, daß sie auch transportabel sind.
Das Rechenzentrum bietet auch an, unabhängig von einer geplanten konkreten Konferenz die Möglichkeiten einer Videokonferenz zu demonstrieren, um einen Eindruck zu vermitteln, ob die gebotenen Möglichkeiten für die jeweilige Einrichtung zukünftig von Interesse sind.
Das Rechenzentrum (gretzbach@rz.uni-kiel.de, TelNr.: 880 2763) unterstützt natürlich beim Aufbau und bei der Durchführung solcher Videokonferenzen und berät auch bei der Anschaffung eigener Videokonferenzanlagen.
Stefan Gretzbach


