DFN@home "DSL"
Im Rahmen des Projekts DFN@home wurde Mitte des Jahres 2002 der Testbetrieb zur Einwahl in Universitätsnetze mittels DSL-Technik durch das DFN an unterschiedlichen Universitäten durchgeführt. Inzwischen ist die DSL-Einwahltechnik im DFN@home realisiert.
Als Ergänzung zu den bisherigen Wählzugängen Uni@Home (Tel.-Nr. 0431/80092, Gebühren wie bei einem Anruf zu einem Teilnehmer im Ortsnetz Kiel) und DFN@home ,,Dial In`` (Tel.-Nr. 019161, Gebühren zurzeit 0,99 Cent pro Minute deutschlandweit unabhängig von der Tageszeit) gibt es seit Ende November 2002 nun ebenfalls an der Universität Kiel die Möglichkeit, sich via DSL-Technik in das Campusnetz ,,einzuwählen``.
Hierzu wird auf die Benutzungsrahmenordnung §4(2) der Universität Kiel verwiesen. Falls also über den DSL-Anschluss in größerem Maße eine private Nutzung des Internets vorgesehen ist, wäre der Übergang auf DFN@home ,,DSL`` nicht möglich.
Sind die Bandbreiten beim Modem (max. 56kb) bzw. ISDN (64kb) bereits für die meisten Anwendungen wie z.B. E-Mail, Webseiten oder Newsgroups akzeptabel, so bietet die DSL-Technik ein spürbares Mehr an Bandbreite: 768kb bei eingehenden Daten bzw. 128kb bei allen gesendeten Daten. Somit werden alle Daten, die aus dem Internet abgerufen werden, mit bis zu 12facher (768kb) ISDN-Geschwindigkeit auf den eigenen PC geladen, während das Senden ins Internet mit 128kb das Doppelte der ISDN-Geschwindigkeit bietet.
Damit steht allen Studierenden und Mitarbeitern ein schneller Zugang zum Internet zur Verfügung. Hierbei wird der heimische PC bei erfolgreicher Einwahl als Teil des Campusnetzes eingebunden und erhält dabei eine IP-Adresse, die sich innerhalb des Bereichs der CAU befindet: 134.245.x.x . Dies eröffnet den Zugriff auf Ressourcen, die nur für Universitätsangehörige zugänglich sein sollen und dürfen.
So ist es zwar jederzeit möglich, seine E-Mails von den zentralen Mailservern abzurufen, ein Versand von Mails ist jedoch nur als Mitglied des Campusnetzes möglich. Ebenso steht der Zugriff auf den Newsserver news://news.rz.uni-kiel.de nur innerhalb des Campusnetzes zur Verfügung. Weiterhin darf bestimmte Software aufgrund von lizenzrechtlichen Bestimmungen nur von Universitätsangehörigen installiert werden. Die Identifizierung als Universitätsangehöriger erfolgt auch hierbei über die IP-Adresse. Eines der interessantesten Produkte zur Nutzung durch Universitätsangehörige ist sicherlich die Antiviren-Software Sophos. Bedingt durch die zu geringe Bandbreite zur Nutzung der automatisierten Aktualisierungsfunktion beschränkte sich die Sophos-Nutzung bislang auf PCs direkt auf dem Uni-Gelände. Die eingeführte DSL-Einwahltechnik hat diese Lücke nun geschlossen. Damit können Sie als Universitätsangehöriger nun auch auf das bewährte Sophos an Ihrem PC zu Hause zurückgreifen. Für die Aktualität sorgt dann der automatische Updatedienst, der durch das Rechenzentrum angeboten wird.
Der DSL-Einwahldienst bietet somit die technische Grundlage für ein sichereres Arbeiten vom heimischen PC.
Die Nutzung von DFN@home ,,DSL`` ist von einigen wenigen Voraussetzungen
abhängig:
1.
Sie benötigen einen T-DSL-Anschluss der Deutschen Telekom.
Diesen erhalten Sie bei der Deutschen Telekom als Ergänzung zu Ihrem
analogen (T-Net) oder digitalen (ISDN) Telefonanschluss.

2.
Es ist eine Zugangskennung zur Einwahl in das Campusnetz notwendig.
Haben Sie sich bereits von zu Hause in das Campusnetz eingewählt, so
gilt diese Kennung weiterhin. Ebenfalls das dabei verwendete Passwort
gilt weiterhin.
Haben Sie bislang keinen Telefonzugang zum Campusnetz, so ist es
notwendig, eine Zugangskennung mit einem Antrag erstellen zu lassen.
Diesen Antrag können Sie auf den
Seiten des Rechenzentrums
finden
(Antrag Nummer 1).
Eine Zugangskennung wird Ihnen dann vom Rechenzentrum mitgeteilt.

3.
Der nächste Schritt ist dann die Anmeldung zur Nutzung des
DSL-Einwahldienstes via DFN@home. Die Anmeldung hierzu erfolgt über ein
Formular unter der Adresse http://www.studenten-ins-netz.de . Auf dieser Seite
konnte bislang die Anmeldung zur Einwahl mittels Modem oder ISDN
erfolgen. Dabei wurde nach Zeittakt abgerechnet. Die Anmeldung zu DSL
ist nun unabhängig von der zeitlichen Nutzung. Die DSL-Nutzung steht
Ihnen damit rund um die Uhr zu einem Pauschaltarif zur Verfügung.

4.
Nachdem die organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann die
DSL-Einwahl an Ihrem PC technisch vorbereitet werden.
Zunächst benötigen Sie ein zusätzliches Endgerät, das sogenannte
DSL-Modem. Dieses erhalten Sie im Fachhandel entweder als Einsteckkarte
oder USB-Gerät für Ihren PC oder als externes Gerät. Ein DSL-Modem
setzt die DSL-Signale in ein für Ihren PC verständliches Format um.
Bei einer Einsteckkarte passiert die Kommunikation im PC selbst. Weitere
Kabel oder Geräte sind dann nicht notwendig.
Entscheiden Sie sich für ein externes DSL-Modem, so erfolgt die
Verbindung zwischen dem externen DSL-Modem und Ihrem PC über die
verbreitete Ethernet-Technologie. Hierzu wäre dann in Ihrem PC eine
Netzwerkkarte erforderlich. Ausreichend ist hierbei eine 10Mbit
Geschwindigkeit. Als Verbindungskabel zwischen Ihrem PC und dem
DSL-Modem können im Allgemeinen ,,normale`` Netzwerkkabel benutzt werden.
Eine genaue Beschreibung liegt dem DSL-Modem jedoch bei.
Ob Sie sich für die Einsteckkarte oder das externe DSL-Modem
entscheiden, ist für die Nutzung nebensächlich. Erkundigen Sie sich im
Zweifel bei Ihrem Computerfachmann und lassen sich dort näher beraten.

5.
Zur Kommunikation mit DSL benötigen Sie schließlich noch ein spezielles
Softwarepaket: ,,PPPOE`` - ,,PPP Over Ethernet``. Hierbei handelt es sich um
ein spezielles Netzwerkprotokoll, das eine Einwahl über
Netzwerkverbindugen ermöglicht.
Solch ein PPPOE-Paket für Windows erhalten Sie z.B. auf der
Studenten-ins-Netz-Seite. Dort steht eine PPPOE-Version des bekannten
cFos-Pakets zur Nutzung von DFN@home zum Download bereit. Die
Installation und Konfiguration sowie der Download des cFos Pakets wird
beschrieben unter:
http://www.studenten-ins-netz.net/inhalt/service_konfiguration_6.html
Andere PPPOE-Pakete sind jedoch ebenfalls verwendbar. Diese sind für
alle gängigen Betriebssysteme (Linux, MacOS etc.) verfügbar. Dabei ist
dann gegebenenfalls zur Vermeidung von Übertragungsfehlern ein MTU-Wert
von 1454 zu wählen. Unter Windows XP ist PPPOE bereits im Betriebssystem
integriert. Dort ist kein eigenständiges PPPOE-Paket notwendig.
Empfehlenswert ist eine sehr umfassende und
hilfreiche Seite zu Fragen
und Fakten über DSL.
Dort finden Sie insbesondere detaillierte
Hinweise zur Einrichtung von PPPOE-Treibern unter diversen
Betriebssystemen (Windows, Linux, MacOS, Amiga, OS/2).

6.
Haben Sie das cFos-Paket installiert, so finden Sie auf dem Desktop eine
vorgefertigte Verbindung, die Sie zum Herstellen der DSL-Einwahl
benutzen können.
Benutzen Sie ein anderes PPPOE Paket, so müssen Sie hierfür eine DFÜ-Verbindung zur Einwahl erstellen. Dabei ist es erforderlich, dass Sie als Benutzernamen dfn/username%uni-kiel.de eingeben, wobei Sie anstatt ,,username`` Ihr Benutzerkennzeichen eingeben müssen, (z.B. bei stu12345 somit ,,dfn/stu12345%uni-kiel.de`` ). Das Passwort entspricht demjenigen, das Ihnen für den Einwahldienst mitgeteilt wurde (vgl. 2. oben).
Um nicht jeweils die Verbindung von Hand starten zu müssen, besteht die Möglichkeit, den Einwahlvorgang zu automatisieren. Hierzu müssen Sie in den Interneteinstellungen in der Systemsteuerung einstellen, dass immer eine Verbindung bei Bedarf erstellt wird. Wählen Sie dort die DFÜ-Verbindung aus, die im letzten Schritt erstellt wurde. So wird z.B. jeweils eine Verbindung im Hintergrund aufgebaut, wenn Sophos nach einer Aktualisierung sucht.

7. Zusammengefasst sind folgende Schritte (mit dem Versuch der Darstellung einer zeitlichen Abfolge) durchzuführen:
- T-DSL Antrag bei der Deutschen Telekom
- Telefonzugangskennung im Rechenzentrum beantragen
- DSL-Einsteckkarte oder DSL-Modem kaufen
- wenn externes DSL-Modem, dann evtl. Netzwerkkarte in den PC integrieren
- Anmeldung bei DFN@home ,,DSL``
- PPPOE Treiber installieren (z.B. cFos)
- DFÜ Verbindung einrichten

Nunmehr steht Ihnen an Ihrem Computer eine Verbindung zum Campusnetz
über die DSL-Technik zur Verfügung.
Sollten Sie bei einem der Schritte auf unerwartete Probleme stoßen, so
sehen Sie bitte auf den jeweils zu den einzelnen Abschnitten genannten
Internetseiten nach, ob es bereits dort eine Lösung gibt. Natürlich
stehen ansonsten wir für Fragen und Problemlösungen gerne zur Seite.
Ansprechpartner hierfür sind
John Bösch (Tel. 4660)
Bert Schinkel (Tel. 2760)
Im Laufe der Zeit wird sich sicherlich zum Thema DFN@home ,,DSL`` eine
aussagekräftige
FAQ
ergeben.
Da Sie nun über einen schnellen Internetzugang verfügen, können und sollten Sie an die Nutzung von Sophos denken. Eine detaillierte Anleitung hierzu finden Sie auf den Installationsseiten zu Sophos.


