Erzeugen von Diapositiven
Der im Rechenzentrum vorhandene Diabelichter belichtet Diapositivfilme mit einer Auflösung von 4000 Zeilen auf 35 mm Film (Diaformat 36mm x 24mm). Er wird in entsprechender Weise wie ein Graphikdrucker betrieben, so daß im folgenden von ``ausdrucken'' und ``Druckertreiber'' gesprochen wird.
Da die Dienstleistung 'Erstellung von Dias' nur noch selten in Anspruch genommen wird, bitten wir zuvor um Rücksprache mit den Operateuren des Rechenzentrums (Tel. 2765).
PostScript-Treiber
Der Anwender stellt seine Bildinformation in Form von PostScript-Files bereit.Unter Windows, MacOS und Linux mit CUPS kann die Software für die Diabelichtung genutzt werden.
Unter Unix ist die Druckertreiber nicht Bestandteil des Betriebssystems, sondern ist in unterschiedlicher Ausprägung in die einzelnen Anwendungsprogramme integriert. Für die Belichtung von Dias stehen i. a. keine speziellen Treiber zur Verfügung; es müssen dann die allgemein verfügbaren PostScript-Treiber eingesetzt werden.
Zur Konfiguration einiger Programme stehen gesonderte Informationen bereit:
- Dias mit CorelDraw
- Drucken und Belichten mit PCMap 10
- Dias mit SAS
- Dias mit TEX und LATEX
- Dias mit XV
Die PostScript-Files sind als ASCII-Files zu erzeugen. Bei einigen wenigen Programmen ist eine nachträgliche Korrektur der BoundingBox bei EPS-Files erforderlich.
Ein File sollte nach Möglichkeit nur ein Bild enthalten.
Diabelichtung mit Rasterfiles
Rasterfiles können belichtet werden, sofern einer der nachstehenden Wege eingehalten wird. Die Rasterimages sollten im Seitenverhältnis 1:1.5 (Hochformat) oder 1.5:1 (Querformat) vorliegen.
Für eine Konvertierung nach PostScript können die folgenden Programme eingesetzt werden:
- Mit Hilfe der PBM-Tools (siehe auch Tools zur Konvertierung von Rasterfiles und Formatkonvertierungen von Bilddateien mittels Portable Bitmap Toolkit) wird jedes Rasterfile einzeln in ein PostScript-File konvertiert.
Beispiel:
Das File hugo.tiff wird in ein entsprechendes PS-File konvertiert:
tifftopnm hugo.tiff | pnmtops > hugo.ps - Alternativ kann das Programm xv benutzt werden (siehe auch Dias mit XV).
Einstellen des Papierformats im Druckertreiber und im Anwendungsprogramm
Bei Windows-Betriebssystemen sowie MacOS gilt die grundsätzliche Regel, daß das Papierformat und die Orientierung im Druckertreiber und im Anwendungsprogramm stets identisch eingestellt sein müssen. Für Dias steht meistens das vordefinierte Format 35 mm zur Verfügung. Alternativ kann das folgende Format eingerichtet werden:
| Dia-Format | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (cm) | (inch) | (1/72 inch) | ||||
| 35mm | 18.627 | 27.940 | 7.333 | 11.000 | 528 | 792 |
Hinweise zur Gestaltung der Dias
Für Gestaltung der Dias sollten einige Punkte beachtet werden:
- Striche und Kurven sollten nicht zu dünn gewählt werden, da sie sonst nicht erkennbar sind.
- Bei einem Drucker ist der Hintergrund einer Darstellung stets weiß. Im Gegensatz dazu ist der Hintergrund bei einem Fotofilm schwarz, da unbelichtet. Es ist also bei der Erzeugung der Darstellung darauf zu achten, daß ein Hintergrund mit einer flächenfüllenden Farbe erzeugt wird, die i. A. in Anlehnung an die Drucker hell ist. Es kann auch sinnvoll sein, eine helle Darstellung vor einem dunklen Hintergrund zu wählen. So hat sich bei reinen Textdarstellungen weiße Schrift auf blauem Hintergrund bewährt.
- Die DIN- Papierformate weisen stets ein Seitenverhältnis von 1.414 zu 1 auf. Um eine Darstellung zu erhalten, die das Dia gänzlich ausfüllt, muß wegen des Formats 36 x 24 mm auch die darzustellende Graphik ein Seitenverhältnis von 3 zu 2 gleich 1.5 zu 1 aufweisen. Dies kann je nach eingesetzter Software durch Parametereinstellungen erreicht werden.
Dabei ist die sogenannte Bounding Box innerhalb des PostScript-Files maßgebend. Sie ist in den ersten Zeilen der Datei unter %%BoundingBox zu finden. Die vier folgenden ganzen Zahlen sind die Koordinaten der linken unteren und der rechten oberen Ecke der Bildfläche, wobei es wegen der automatischen Skalierung nicht auf die absoluten Größen, sondern nur auf die Seitenverhältnisse ankommt.Bei nicht passenden Seitenverhältnissen bleiben zwangsläufig schwarze Randstreifen auf dem Dia.
Filmmaterial und Entwicklung
Das Rechenzentrum ist zur Zeit nicht in der Lage, die Entwicklung der Filme zu organisieren. Wir nennen Ihnen auf Anfrage gern geeignete Fotolabore.
Der Arbeitsablauf ist deshalb bis auf Weiteres wie folgt:
- Es ist ausreichend Filmmaterial der Sorte Kodak Elite oder Kodak Elite chrome oder Kodak Elite chrome Extra Colour mit Filmempfindlichkeit 100 ASA durch den Auftraggeber bereitzustellen. Bei Bedarf kann auch anderes Filmmaterial gleicher Empfindlichkeit gewählt werden.
- Es wird das belichtete Filmmaterial zurückgegeben, so daß Entwicklung und Rahmung durch den Auftraggeber selbst veranlaßt werden können.


